Das Phantom

Das autonome Kulturzentrum Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel wurde von Juni bis Ende August 2015 Teil einer künstlerischen Intervention von Christoph Faulhaber.

Das Phantom

Seine Installation Das Phantom verkleidete das Gebäude mit einer Schaufassade, die die historische Straßenansicht von vor einhundert Jahren illusionierte. Die Arbeit bestand aus einem 18 m hohen Stahlgerüst und einer ca. 700 m² Abbildung.



Die Installation schuf eine Scheinwelt, in der der finale Siegeszug der Gentrifizierung simuliert wurde, das derzeitige Schulterblatt und die Rote Flora waren verschwunden: Es lebe die neue Piazza und ihr Palazzo.
Faulhaber schafft es mit seinen Arbeiten, das Leben in Bilder zu verwandeln und anschließend diese wieder zum Leben zu erwecken.


Zudem wurde die Installation mit anderen Projekten verknüpft. In Kooperation mit dem Sommerfestival auf Kampnagel ließ Faulhaber die Installation zum Bühnenbild und öffentlichen Theater werden. Studierende der Hochschule für Musik und Theater inszenierten das Musical Das Phantom der Oper, das in den 80er Jahren den Anstoß für Proteste gab und zum Gründungsmoment der Flora wurde.



Außerdem zeigte eine Ausstellung Arbeiten von Christoph Faulhaber über die Geschichte der Flora von gestern bis übermorgen mit Zeichnungen, Plakaten, Modellen und mehr.
Die Sommerbaustelle der Flora, auf der durch Initiative der Gesellen und Gesellinnen von Axt & Kelle eine durch die Bildfolie verdeckte Fassadensanierung stattfand, verstärkte die Wirkung des Projekts noch.

Gefördert durch die Genossenschaft Kalkbreite, Zürich und die Freie und Hansestadt Hamburg, Kulturbehörde/Elbkulturfonds.

Der Text wurde von den ProjektmacherInnen verfasst.

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Antragsteller
Christoph Faulhaber, Künstler

Beteiligte
Christoph Faulhaber

Zeitraum
29. Juni bis Ende August 2015

Ort
Rote Flora, Schulterblatt, Hamburg-Schanzenviertel

Sparten
Bildende Kunst

Fördervolumen
beantragte/bewilligte Förderung aus dem Elbkulturfonds: 56.000 Euro/56.000 Euro