SPIELBUDENPLATZ - EIN COMMUNITY ACTION CENTER


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SPIELBUDENPLATZ

Die Theater-Zuschauer*innen haben ihre eingeübte Position verlassen: Seit den 2000er Jahren entwickeln Künstler*innen aus dem Performance-Bereich vermehrt Arbeiten, die den Gegensatz von passivem, nicht-wissenden Zuschauen und aktivem Handeln auf der Bühne auflösen. Dabei geht es nicht mehr um „Mitmachtheater“, sondern um die Übergabe der Wahl- und Handlungsmöglichkeiten auf die (aktiven) Besucher*innen. Die Vermischung von realem und Kunst-Raum lässt einen dritten Raum entstehen, der gleichzeitig symbolisch und real ist, und andere Handlungen und Perspektiven ermöglicht.

In SPIELBUDENPLATZ - EIN COMMUNITY ACTION CENTER wird dieser dritte Raum sowohl inhaltlich als auch praktisch erforscht, entworfen und schließlich vor und mit einer großen Öffentlichkeit bespielt. Dafür wird der spanische und in Berlin und Madrid lebende Performance Künstler, Theoretiker und Kurator Juan Dominguez über zwei Semester mit dem Studio Experimentelles Design der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg unter der Leitung von Jesko Fezer zusammenarbeiten. Die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit den Zuschauenden bzw. potentiellen Besucher*innen ist hier die Grundlage für das Entwerfen eines aktionistischen Community Theaters, das ein Hybrid zwischen Kunst bzw. Design und scheinbar profanen, alltäglichen und aktionistischen Praxen ist.

Juan Dominguez wird dafür gemeinsam mit der Performance-Künstlerin Arantxa Martinez eine internationale Künstler*innen-Community einladen, die sich in ihren Arbeiten mit Fragen der De-Territorialisierung und sozialen Aspekten von Kunst beschäftigen und während der Arbeit in Hamburg mit lokalen Akteuren zusammenbringen.

Die Projekt-Vorschläge der Künstler*innen bilden die Grundlage für das Nachdenken und Entwerfen des COMMUNITY ACTION CENTER. Dieses wird in vier Phasen entwickelt:

  1. Künstlerische Forschungsphase und Austausch zwischen den Studierenden der HFBK und Juan Dominguez über die Möglichkeiten der Community Arbeit
  2. Entwicklung konkreter gestalterischer Ideen durch die Studierenden
  3. bauliche Umsetzung auf Kampnagel
  4. performative Bespielung auf dem Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel 2017 im Festival Garten am Kanal.

Der Text wurde von den Projektmachern verfasst.

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Antragsteller

Studio Experimentelles Design • Jesko Fezer

Sparten

Performance • Architektur • Design • Kunst

Fördervolumen

beantragte/bewilligte Förderung aus dem Elbkulturfonds: 60.011 Euro/52.000 Euro

Weitere Informationen folgen.