SIEG ÜBER DIE SONNE


SIEG ÜBER DIE SONNE

SIEG ÜBER DIE SONNE ist eine Adaption der gleichnamigen futuristischen Oper von 1913. Als Akt des Aufstands wird mit dem Symbol der Sonne die scheinbare Grundvoraussetzung allen bisherigen Lebens eingefangen und in ein Haus aus Beton gesperrt. Mit der Metapher, die Sonne abzuschaffen, versuchen die Aufrührer das scheinbar Unmögliche und entwerfen die Utopie einer entgrenzten Zukunft, die radikal mit alten Mustern bricht.

 

Ausgehend von diesem Gleichnis stellt SKART pädagogische, soziologische und persönliche Überlegungen an, um Zukunftsvisionen von Kindern und Erwachsenen und deren Begrenzungen zu untersuchen.

Gibt es noch große Träume jenseits von Geldverdienen, beruflicher Verwertungslogik oder einer sicheren Rente? Was ist aus den zerplatzten Kindheitsträumen der Älteren geworden? Ist utopisches, freigeistiges Denken eine Zier, die lediglich die Kindheit kleidet? Und was bedeutet das für Kinder, für eine ganze Gesellschaft?

 

In Zusammenarbeit mit der Hamburger Professorin für Zeichnen und graphische Erzählung Anke Feuchtenberger bastelt SKART hierfür gemeinsam am Format einer „Publizierenden Performance“.

Während live am digitalen Zeichenbrett Zeichnungen entstehen, die mit Beamern in den Bühnenraum projiziert werden, wächst parallel zu einem graphisch kommentierenden Bühnenbild das Rohmaterial für ein experimentelles Bilderbuch. Jener Output wird mit den Erzählsträngen, den optischen Eindrücken und dem Textmaterial der Inszenierung im Anschluss in ein visuelles Dada-Manifest münden, das als Graphic Novel veröffentlicht wird.

Der Text wurde von den Projektmachern verfasst. 

_____________________________________

Antragstellerin
SKART • Mark Schröppel, Philipp Karau

Sparten
Performance • Experimentelles Musiktheater

Fördervolumen
beantragte/bewilligte Förderung aus dem Elbkulturfonds: 97.000 Euro/90.000 Euro

Weitere Informationen

http://www.skartskart.com/skart/