One/One – Club of Love

Performances, Talks & Liebe für Frauen auf St. Pauli

One/One – Club of Love

St. Pauli ist ein umkämpfter Stadtteil, viel besucht und voller Labore für eine andere Stadt, Dangerzone und Chillzone gleichermaßen. Ein Element bleibt von den Veränderungen, die die Bewohnerinnen St Paulis in den letzten Jahren gesehen haben, jedoch unberührt: Das Geschäft mit dem Sex. Der Sexismus der Branche ist ungebrochen. Allabendlich bietet sich St. Pauli dem heterosexuellen, weißen, zahlenden Mann als emotionaler Emergency Exit an. Allen anderen bleiben Foodtrucks und Musicals. 

Das Projekt One/One –Club of Love will dagegen einen Raum eröffnen, der weiblichem Begehren mit Mitteln der Performancekunst entgegenkommt. Der One/One – Club of Love arbeitet mit international renommierten und lokalen Künstler*innen zusammen, deren Expertise die One/One-Performance ist, bei der sich ein Performer und eine Teilnehmer*in begegnen und eine angeleitete Erfahrung teilen. 

Ein künstlerisches Kernteam performt zunächst im Rahmen einer initialen Clubnacht One/One Performances und stellt das Projekt vor. Daran schließt sich ein mehrwöchiges Ausbildungsprogramm an, in dem zwölf durch einen Open Call gefundene arbeitslose Personen (Kooperation mit Jobcenter St Pauli) mit und ohne Migrationsgeschichte, vom künstlerischen Kernteam ausgebildet werden, bis sie selbst eine One/One-Performance entwickeln und verantwortlich durchführen können. Für den Club selbst wird ein temporärer Standort auf St. Pauli gefunden (unterstützt durch Kreativagentur). 

Für mehrere Wochen bieten die frisch ausgebildeten Performer ihre One/One-Performances dem weiblichen Publikum an (und präsentieren es zugleich internationalen Kurator*innen). Das One/One-Programm des Clubs wird durch Talks, Aktionen und Tresenshows zur Fragen von Lust, Liebe, Intimität, Gender und Migration ergänzt, das für Publika aller Geschlechter offen ist. Der Club wird von Mitgliedern des Kernteams gehostet. Die zentralen Akteur*innen des Projekts haben jahrzehntelange Erfahrung im Stadtteil, mit Partizipationsprojekten, mit internationalen Kooperationen, mit sensiblen Situationen der Performancekunst, mit Veranstaltungsmanagement und seinen Risiken. 

Der Text wurde von der Projektantragstellerin zur Verfügung gestellt.


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Antragstellerin

Sibylle Peters

Sparten

Performance • Cabaret •Partizipation

Fördervolumen

beantragte/bewilligte Förderung aus dem Elbkulturfonds 88.020 Euro/ 103.700 Euro