Who’s Afraid of Raimunda | Queer Iberia (AT)

Eine choreographische Intervention

Who’s Afraid of Raimunda | Queer Iberia (AT)

Dem Namen nach ist Raimunda wohl eine Frau. Aber eigentlich ist sie eine allegorische Figur, für die Historie verborgener, unsichtbarer, vom Patriarchat oder von anderen Machtgefügen in den Schatten gestellter Identitäten. 

Mit WHO´S AFRAID OF RAIMUNDA greifen der Choreograph Josep Caballero Garcia  und sein Team auf literarische und musikalische Versatzstücke aus dem mittelalterlichen Iberia zurück, welche dem hedonistischen Wunsch nach einem sowohl religiösen, als auch sexuellen, freien Leben nachgehen. Was sich allerdings zu Anfang der Recherche als eine mögliche Utopie las, erwies sich als ein zwar homosexuelles aber nicht minder partriarchalisches Beziehungskonzept, in dem Frauen nicht vorkommen. 

Also ist WHO´S AFRAID OF RAIMUNDA dem Vorkommen gewidmet, wer auch immer Raimunda sei. Für Josep Caballero Garcia verkörpert sie den lustvollen Widerstand gegen repressive Macht- und Ausgrenzungsmechanismen. In seinen Lüneburger, Hamburger und Berliner Versionen werden Alle Raimunda sein: Die Performer*innen werden aus historischen Fakten neue Optionen entwerfen und tradierte Bilder und Rollen unserer kulturellen Körper re-konfigurieren. 

Auch mit seiner neuen Arbeit wird Josep Caballero Garcìa zusammen mit den Komponisten Thomas Dorsch und Alexandre Maurer, sowie 12 Musiker*innen der Lüneburger Symphoniker und den Performer*innen Lea Martini, Enis Turan, Göksu Kunak aka Gucci genreübergreifend arbeiten und eine choreografische, wie musikalische Intervention an den jeweiligen Häusern aufführen.

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Antragsteller 

Josep Caballero Garcia

Sparten

Tanz • Performance Arts

Fördervolumen

beantragte/bewilligte Förderung aus dem Elbkulturfonds 50.000 Euro / 50.000 Euro

Weitere Informationen

website: www.josepcaballero.de
Facebook: www.facebook.com/www.josepcaballero.de
Instagram: queere_kreuzzuege