»whistle blower« - Neue Medien und klassische Musikproduktion

Eine Arbeit von Iris ter Schiphorst für das Ensemble Resonanz 

»whistle blower« - Neue Medien und klassische Musikproduktion

Das Kompositionsvorhaben »whistle blower« von Iris ter Schiphorst für den Blockflötisten Jeremias Schwarzer und das Ensemble Resonanz erforscht neue Möglichkeiten klassischer Musikproduktion. Die Komponistin arbeitet an einer musikalischen Textur, die aus einer einzelnen Solo-Stimme mittels digitaler und elektronischer Prozessoren ein virtuelles Orchester aufspannt und dieses mit der stabilisierenden Kraft eines ‚analogen‘ Kammerorchesters zusammenbringt. Gleichzeitig entwirft sie in »whistle blower« ein Modell des Zusammenspiels, das angelehnt an das von der feministischen Performancetheoretikerin Della Pollock so bezeichnete ‚Performative Writing’ wesentliche Anteile des kreativen Prozesses des Komponierens in die Live-Situation verlegt. Für das Ensemble Resonanz bietet diese neue Arbeit die Gelegenheit, seine Erfahrungen auf dem Feld der Verschränkung von klassischer und zeitgenössischer Musikkultur mit digitalen Medien zu vertiefen und gängige Formen und Hierarchien in der Musikproduktion zu hinterfragen. 

Das Ensemble möchte die aufwändige Erarbeitung des neuen Werkes zusammen mit der Komponistin in die Planung der kommenden Saison in Hamburg integrieren und die Arbeit in der eigenen Reihe an der Elbphilharmonie präsentieren. Darüber hinaus eröffnet eine Einladung zum ECLAT-Festival Neue Musik in Stuttgart eine weitere Präsentationsmöglichkeit. 

Das Programm in Hamburg wird neben der Schiphorst-Arbeit auch ein neues Werk des Hamburger Komponisten Alexander Schubert enthalten, das mit der Einbindung von künstlicher Intelligenz in den kreativen Prozess ein korrespondierendes Thema hat. Anhand des so entstehenden Programmschwerpunkts möchte das Ensemble in seinen Hamburger Vermittlungsangeboten »ankerangebote« und resonanz.digital die Chance für einen speziellen Akzent auf die Themen Digitalität und Künstliche Intelligenz setzen.

Antragstellerin

Julia Kohlmeier / Ensemble Resonanz

Sparte

Musik

Fördervolumenbeantragte / bewilligte Förderung aus dem Elbkulturfonds:  33.029 Euro / 33.029 Euro

Weitere Informationen

https://www.ensembleresonanz.com