Von Grenzen und Gärten oder THE SPACE BETWEEN


Von Grenzen und Gärten oder THE SPACE BETWEEN

Die im Stadtpark Hamburg geplante Performance mit 10 TänzerInnen der lokalen Freien Szene steht im direkten Kontext zur aktuellen, weltweiten Corona Krise, die unsere Form des Zusammenseins und die Bewegungsformen im öffentlichen Raum immens beeinflusst. Der (schon immer da gewesene) choreografische Aspekt von Nähe und Distanz tritt bei dieser Auseinandersetzung zu Tage.

Besondere Bedeutung hatten und haben Gärten als Freiräume – Freiraum auch im physischen Sinne. Eine Freiheit, die nun wieder eingeschränkt zu sein scheint. Wie sieht der dazu passende Garten aus und wie kann dieser Möglichkeiten für ein zukünftiges Zusammenleben eröffnen?
„Von Grenzen und Gärten oder THE SPACE BETWEEN“ schlägt ein neues Alphabet der gemeinsamen Handlung vor, das den Einzelnen als Individuum respektiert, eingebettet in eine komplexe Welt von nahen und fernen Beziehungen. 

In Rückbesinnung auf den Prototyp menschlicher Fortbewegung, nämlich den Akt des Gehens, aus dem sich alle ästhetischen Bewegungssysteme entwickelt haben, wird ausgelotet, welchen Einfluss der Abstand zwischen uns auf unsere Gangarten und Schrittmuster hat; wie daraus umfangreiche, dynamische Bewegungsabläufe entstehen oder unterschiedliche Konstellationen formaler Sequenzen, wie beispielsweise geometrische Linien, Diagonalen oder Kreise. Gehend, Schreitend, Laufend und Rennend stellen sich Formen her, sie verkeilen sich ineinander, zerbrechen oder bauen sich auf. Die individuelle Eigenverantwortung der Akteure im praktischen Umgang mit räumlichen Entscheidungen, sowie ein „gemeinschaftliches Verständnis“ für sämtliche Bewegungsabläufe soll geschärft werden. Bestimmte Tools, wie zum Beispiel Regeln oder Symbole, sind Teil des choreografischen Vokabulars für mitverantwortliches Handeln innerhalb einer freiheitlichen Struktur. 

Für die Aufführungen im Sommer 2021 ist der Diana Garten im Stadtpark Hamburg der geeignete Ort. Unter freiem Himmel soll jede Performance der Allgemeinheit zugänglich und von allen Seiten aus zu betrachten sein. Optisch und akustisch bleibt der natürliche Zustand des Gartens unverändert. Allen beteiligten TänzerInnen und BesucherInnen wird die Musik individuell über Kopfhörer zugespielt, eine lautlose Performance als soziale Geste.

 

Antragstellerin

Sabine Glenz

Sparte

Kunst im öffentlichen Raum / Choreografie

Fördervolumen

beantragte / bewilligte Förderung aus dem Elbkulturfonds:  91.700 Euro / 91.700 Euro

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