Wer wählt die Projekte aus?

Eine Jury, bestehend aus fünf unabhängigen Fachleuten aus dem Kulturbereich, entscheidet über die Vergabe der Fördermittel.

Was ist der Elbkulturfonds?


Die aktuellen Jurymitglieder sind:

  • Julia Lohmann / Professorin für Design, Hochschule für Bildende Künste, Hamburg

Julia Lohmann übernahm 2011 die Professur für Anfängerbetreuung im Studienschwerpunkt Design an der Hochschule für Bildende Künste im Hamburg.
Lohmann (*1977 in Hildesheim) studierte zunächst Grafikdesign am Surrey Institute of Art and Design des University College in Epson, in der Nähe von London, und absolvierte 2004 ein Masterstudium in Produktdesign am Royal College of Art in London. Lohmann ist mit ihren Arbeiten in privaten und öffentlichen Sammlungen wie etwa des MoMA in New York vertreten; für ihre innovativen Ansätze im Design ist sie bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem auf der Design Miami Basel 2008 zum Designer of the Future. Im April 2011 wurde sie auf der Rolling Stone Designer List unter die Top 20 derjenigen Designer gewählt, die das Design des kommenden Jahrzehnts beeinflussen werden. Vor ihrer Berufung an die HFBK unterrichtete sie u.a. im Master-Studiengang für Produktdesign am Royal College of Art in London.


  • Florian Matzner / Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Akademie der Bildenden Künste, München

Florian Matzner wurde 1961 in Essen geboren. Er studierte Kunstgeschichte in Marburg und Rom. 1991 Promotion über die italienische Renaissance. Von 1991 bis 1998 war er Kurator am Westfälischen Landesmuseum Münster; 1997 Projektleiter der SkulpturProjekte Münster. 1999 leitete er die Skuptur-Biennale Münsterland. Seit 1998 lehrt Matzner an der Akademie der Bildenden Künste München.Die Jurymitglieder wählen aus den jährlich eingereichten Anträgen die Projekte aus, die mit inhaltlicher und künstlerischer Qualität im Konzept und in der Umsetzung überzeugen.
Der Jury ist es wichtig, Projekte zu fördern, die ohne Zuwendung aus dem Elbkulturfonds nicht verwirklicht werden können. Ausgeschlossen sind daher kommerziell realisierbare Vorhaben und solche, die sich im Rahmen der regulären Arbeit kultureller Institutionen in Hamburg mit deren Mitteln realisieren lassen.


  • Barbara Riecke / Dramaturgin, Künstlerische Leitung, Hamburg


  • Benedikt Stampa / Intendant Konzerthaus Dortmund

Benedikt Stampa studierte Musikwissenschaften, Geschichte und Archäologie in Münster, anschließend Wechsel an die Uni Hamburg zum Studium der Musikwissenschaft, Ethnologie und BWL. Nach einem Kulturmanagement-Aufbaustudium war Stampa Assistent der Geschäftsführung, ab 1993 Geschäftsführer der Hamburgischen Kulturstiftung.

1996 wurde Stampa Geschäftsführer der Musikhalle Hamburg und koordinierte 1996/97 das Brahms-Jahr Hamburg. Von 2000 bis 2005 war er zudem Geschäftsführer des Hamburger Musikfests.

Seit dem Jahr 2005 leitet Stampa als Intendant und Geschäftsführer das Konzerthaus in Dortmund. Er übernimmt 2019 die Intendanz des Festspielhauses Baden-Baden und tritt damit die Nachfolge von Andreas Mölich-Zebhauser an, der das Haus seit 1998 leitet und in den Ruhestand tritt.


  • Susanne Vincenz / Dramaturgin, Gastprofessorin MA Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz, Berlin

Nach dem Studium der Theater-, Film- und Literaturwissenschaft in Paris, Berlin und Bologna etablierte Susanne Vincenz die staatsbankberlin als Produktionsplattform und Spielstätte an der Schnittstelle zwischen Medienkunst, Musiktheater, Bildender Kunst und Performance. Parallel dazu Lehrtätigkeit an der FU Berlin an den Instituten für Literatur- und Filmwissenschaft.
Seit 2003 konzipiert und entwickelt sie in Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlicher Sparten Theater- und Tanzstücke, Festivals und Ausstellungen.

In den vergangenen Jahren waren interkulturelle Projekte zu Architektur, Stadtraum und sozialem Handeln Schwerpunkt ihrer Arbeit. Sie gründete unter anderem reVerb, ein Videokunstkollektiv, das die Grenze zwischen dokumentarischen und inszenierten Bildern, Bühne und Installation auslotet.