Wer wählt die Projekte aus?

Eine Jury, bestehend aus fünf unabhängigen Fachleuten aus dem Kulturbereich, entscheidet über die Vergabe der Fördermittel.

Was ist der Elbkulturfonds?

Die Jurymitglieder wählen aus den jährlich eingereichten Anträgen die Projekte aus, die mit inhaltlicher und künstlerischer Qualität im Konzept und in der Umsetzung überzeugen.

Der Jury ist es wichtig, Projekte zu fördern, die ohne Zuwendung aus dem Elbkulturfonds nicht verwirklicht werden können. Ausgeschlossen sind daher kommerziell realisierbare Vorhaben und solche, die sich im Rahmen der regulären Arbeit kultureller Institutionen in Hamburg mit deren Mitteln realisieren lassen.

Die aktuellen Jurymitglieder sind:

  • Felix Bayer / Kulturredakteur bei Spiegel Online 

Felix Bayer wurde 1971 in Jugenheim/Hessen geboren. Bereits als Teenager gab er dort sein erstes Fanzine mit heraus und spielte Keyboard bei der Band Painting By Numbers, die unlängst für die Compilation-Reihe “Falsche Zeit, falscher Ort” wiederentdeckt wurde, ebenso wie „Die 5 Freunde“, wo er nach dem Umzug in die Hansestadt Hamburg als Organist mitwirkte. 
Bayer studierte Soziologie, Neuere deutsche Literatur und Medienkultur und arbeitete während seines Studiums als freier Mitarbeiter für die Hamburger Morgenpost, die taz Hamburg und die Stadtzeitschrift Prinz, bei der er als Redakteur für Konzertankündigungen zuständig war. Parallel hierzu war er Mitherausgeber des Fanzines (sic)korski.
Nach einer längeren Phase als freier Autor bei diversen Magazinen (unter anderem Stern, Die Woche, Intro, SZ-Diskothek, Spex und GQ) arbeitete Bayer von 2007 bis 2009 als Musikredakteur bei der deutschen Vanity Fair in Berlin. Danach betreute er die Bücherseiten des Musikexpress und schrieb für Spiegel Online über Musik- und Literaturthemen. Seit 2015 ist er im Kulturressort von Spiegel Online als Redakteur angestellt.  

  • Prof. Kerstin Hof / Professorin für Kunst und Gesellschaft, Schwerpunkt Poesie, MSH Medical School Hamburg

Kerstin Hof erhielt Anfang 2017 den Ruf als Professorin für Kunst und Gesellschaft, Schwerpunkt Poesie im Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit an der privaten Universität und Hochschule MSH Medical School Hamburg mit Sitz in der Hafencity bzw. Kunstcampus im Harburger Hafen. Sie verantwortet dort im intermedialen Sudiengang EAST Expressive Arts in Social Transformation den künstlerischen Bereich ‚Poesie’. Hof ist Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Supervisorin mit langjähriger freier und beratender Studioarbeit sowie Gutachterinnen- und Hochschultätigkeit u.a. an der HfbK, HAW, ASH Berlin. Ihre künstlerischen und Forschungs-Schwerpunkte sind partizipatorisch-intermediale und interkulturelle Poesieprojekte im In- und Ausland, die Poetik und Performativität des Schreibens und Lesens, Scripturale Ästhetik, Literalität und angewandte Literatur. 

  • Prof. Dr. Florian Matzner / Kunstwissenschaftler und Ausstellungsmacher

1961 in Essen geboren, Studium der Kunstgeschichte in Marburg, Hamburg und Rom. Promotion 1991 über Staatsikonographie in der italienischen Renaissance. 1991-98 Kurator am Landesmuseum Münster, seit 1998 Professor für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste München. 
Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst mit dem Schwerpunkt Kunst im öffentlichen Raum, Auswahl: Projektleiter Deutscher Pavillon, Biennale di Venezia (1993), Projektleiter Skulptur. Projekte in Münster (1997), Kurator Arte all’Arte (Toskana 1998 und 1999), Skulptur-Biennale im Münsterland (1999),  Salto Mortale (Kassel 2001), Counterpoints – Public Art für das Kirchberger Plateau (Luxemburg 2002, nicht realisiert), Oltre il Giardino (Rimini 2002), No Art = No City. 30 Jahre Kunst im öffentlichen Raum (Bremen 2003), Evergreen (Bundesgartenschau München 2005), Malerei der Gegenwart (München 2006), Emscherkunst.2010 anlässlich Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010, (Re)Designing Nature (Wien, Bremen 2010-11), Emscherkunst.2013 (im nördlichen Ruhrgebiet), Tatort Paderborn (Fußgängerzone Paderborn, 2014), Believing History (Kloster Lorsch 2015), Emscherkunst.2016, Embrace Our Rivers (Chennai 2018).

  • Barbara Riecke / Dramaturgin, Künstlerische Leitung, Hamburg

Nach mehreren längeren Auslandsaufenthalten und unter anderem der Mitarbeit an freien Theaterprojekten in Sao Paolo, Brasilien, studierte die gebürtige Hamburgerin Barbara Riecke (*1955) Deutsche Literaturwissenschaft, Philosophie und Mediävistik an der Universität Hamburg und schloss ihr Studium 1992 mit dem Magistra Artium ab. Bereits während ihrer Studienzeit übernahm sie Tätigkeiten als freie Journalistin und Regieassistentin und engagierte sich in Gremien der Universität. Anschließend leitete sie vier Jahre lang das Öffentlichkeitsreferat der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Es folgte eine siebenjährige Anstellung als Dramaturgin und Pressereferentin im Theaterhaus Gessnerallee in Zürich. Von 1997 bis 2004 war Barbara Riecke Dramaturgin der Kaserne Basel in der Schweiz.  2007 wurde sie Mitglied der regierungsrätlichen Kulturförderungskommission des Kanton Zürich. Bis 2015 war sie hier für die Arbeitsgruppe Musik, Tanz und Theater zuständig. Von 2008 bis 2016 übernahm sie zudem die Künstlerische Leitung und die Intendanz des Kurtheaters Baden in der Schweiz. Nach ihrer Pensionierung im Jahr 2016 kehrte Barbara Riecke nach Hamburg zurück. 

  • Prof. Susanne Vincenz / Dramaturgin, Gastprofessorin MA Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz, Berlin

Nach dem Studium der Theater-, Film- und Literaturwissenschaft in Paris, Berlin und Bologna etablierte Susanne Vincenz die staatsbankberlin als Produktionsplattform und Spielstätte an der Schnittstelle zwischen Medienkunst, Musiktheater, Bildender Kunst und Performance. Parallel dazu Lehrtätigkeit an der FU Berlin an den Instituten für Literatur- und Filmwissenschaft.
Seit 2003 konzipiert und entwickelt sie in Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlicher Sparten Theater- und Tanzstücke, Festivals und Ausstellungen.
In den vergangenen Jahren waren interkulturelle Projekte zu Architektur, Stadtraum und sozialem Handeln Schwerpunkt ihrer Arbeit. Sie gründete unter anderem reVerb, ein Videokunstkollektiv, das die Grenze zwischen dokumentarischen und inszenierten Bildern, Bühne und Installation auslotet.