Wer wählt die Projekte aus?

Eine Jury, bestehend aus unabhängigen Fachleuten aus dem Kulturbereich, entscheidet über die Vergabe der Fördermittel.

Was ist der Elbkulturfonds?

Die Jurymitglieder wählen aus den jährlich eingereichten Anträgen die Projekte aus, die mit inhaltlicher und künstlerischer Qualität im Konzept und in der Umsetzung überzeugen.

Der Jury ist es wichtig, Projekte zu fördern, die ohne Zuwendung aus dem Elbkulturfonds nicht verwirklicht werden können. 

Ausgeschlossen sind daher kommerziell realisierbare Vorhaben und solche, die sich im Rahmen der regulären Arbeit kultureller Institutionen in Hamburg mit deren Mitteln realisieren lassen.

Die aktuellen Jurymitglieder sind:


  • Carolina Bigge 

Carolina Bigge hat an der niederländischen „Hogeschool voor de kunsten Arnhem“ Jazz und Popschlagzeug studiert. Sie lebt in Hamburg und ist als Schlagzeugerin, musikalische Leiterin, Produzentin, Komponistin und Songwriterin u.a. für Peter Plate (Rosenstolz), Reinhold Beckmann, Vicky Leandros, Yvonne Catterfeld, Schiller, Balbina, Marianne Rosenberg, Johannes B. Kerner Show (ZDF), Staatstheater Oldenburg, Berliner Ensemble, Coming-in (Filmmusik), Bibi und Tina-total verhext (Musik) und vielen anderen tätig. 

Für das Thalia Theater Hamburg arbeitet sie als Bandleitung und Schlagzeugerin für die Produktionen „Don Giovanni“, „Die Dreigroschenoper“, „Mutter Courage“ und „Orpheus“ und als musikalische Leitung für „Die Nacht der von Neil Young Getöteten“. Bei der Arenentour des Musicals „Bibi und Tina-die große Show“ hatte sie die musikalische Leitung und war dort auch als Schlagzeugerin zu hören und zu sehen. 

Carolina Bigge hatte einen Lehrauftrag für „Bandpraxis“ und „Bandleitung“ an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig in der Schulmusikabteilung. Aktuell ist sie Dozentin an der Züricher Hochschule der Künste für Songwriting und Bandpraxis in der Abteilung Schauspiel und gibt regelmäßig Workshops an der „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“.

  • Prof. Kerstin Hof / Professorin für Kunst und Gesellschaft, Schwerpunkt Poesie, MSH Medical School Hamburg

Kerstin Hof hat die Professur für Kunst und Gesellschaft, Schwerpunkt POESIE im Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit inne und ist dort Studiengangsleitung des BA-Studienganges EAST Expressive Arts in Social Transformation.

Zudem konzipierte sie für die MSH das WRITING CENTER, das sie weiterhin verantwortlich kuratiert. 

Ihre künstlerischen und Forschungs-Schwerpunkte sind Poesie als gesellschaftlich relevante Kunst, Poetiken und Performativität des Schreibens und Lesens, Literalität, intermediale Poesie- und Bibliotherapie, Scripturale und Sprach-Ästhetiken in relationalen Konstellationen; Frauen schreiben und lesen-Lesen, Schreiben und Geschlecht. Partizipative,  intermediale und interkulturelle Poesieprojekte im öffentlichen Raum im In- und Ausland.

  • Tina Pfurr / Künstlerische Leitung des Ballhaus Ost in Berlin

Tina Pfurr ist Performerin, Kuratorin, Hörspielsprecherin und Schauspielerin. Sie ist tätig im Theater sowie für Film und Fernsehen und erarbeitet ihre eigenen Performances. Seit 2011 bildet sie zusammen mit Daniel Schrader die Künstlerische Leitung des Ballhaus Ost in Berlin. Tina Pfurr studierte Germanistik und Philosophie. Sie lebt in Berlin, wo sie unter anderem als Vorstandsmitglied des Landesverbandes freie darstellende Künste (LAFT) wirkt.

  • Dirk Sorge / Künstler und Kulturvermittler

Dirk Sorge arbeitet als Künstler und Kulturvermittler in Berlin und Sachsen. Er studierte Bildende Kunst und Philosophie und beschäftigt sich mit den Themen Normierung, Technisierung und Automatismen. Seine Arbeiten umfassen Installationen, Performances und Computerprogramme. Häufig wird das Publikum direkt involviert und das Konzept der Autorschaft hinterfragt. 

Er arbeitete für verschiedene Museen, darunter die Berlinische Galerie, das Bauhaus-Archiv und das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz.

Dirk Sorge ist Gründungsmitglied von Berlinklusion, einem Netzwerk, das sich für die aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Kunst und Kultur einsetzt.

  • Julian Warner / Künstlerischer Leiter des Festivals der KulturRegion Stuttgart 2022 und designierter künstlerische Leiter des Brechtfestivals in Augsburg 2023-25.

Julian Warner arbeitet transdisziplinär in den Bereichen Kuration, Musik, Performance und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der KulturRegion Stuttgart 2022 und der designierte künstlerische Leiter des Brechtfestivals in Augsburg 2023-25. Er war Performer diverser Essay-Performances von Oliver Zahn sowie Dramaturg und Ethnograf von Anta Helena Reckes Schwarzkopie “Mittelreich”. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete er am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen und ist Ko-Herausgeber des Sammelbandes “ALLIANZEN — Kritische Praxis an weißen Institutionen”.